Situativ haben sich im Alltag drei Formen des Prototyping bewährt:
Meist kann man bei relativ klarer Aufgabenstellung mit einem kleinen Kern starten, der die wesentlichen Aspekte einer Aufgabe löst oder so veranschaulicht, dass man weiter darauf aufbauen kann (beispielsweise bei einem komplexeren Kalkulationsmodul). Beim Evolutionären Prototyping entwickeln wir aus dieser Keimzelle in engem Kontakt mit dem Kunden die fertige Lösung, indem z. B. Schnittstellen, die Benutzeroberfläche und Reportingkomponenten nach und nach definiert und fertiggestellt werden.
Geht es um einen Machbarkeitstest, so entwickeln wir einen kleinen, möglichst wenig aufwendigen "Wegwerf"-Prototypen (experimentelles Prototyping), um Aussagen über die prinzipielle Machbarkeit zu treffen.
Bei noch nicht klar umrissenen Aufgabenstellungen besteht die Möglichkeit, neben der klassischen Systemanalyse auch noch die Methode des Explorativen Prototyping einzusetzen. Dabei dienen kleine Prototypen lediglich als Kommunikationsunterstützung, um damit die eigentlich zu lösende Aufgabe besser zu erforschen.



